Das solltest du beim Kauf von Honig wissen

Honige

Für Viele ist das morgendliche Frühstück ohne ein knuspriges Brötchen mit Honig kaum vorstellbar. Entsprechend riesig ist die Auswahl an verschiedenen Honigsorten im Supermarkt. Was hat es mit den ganzen Sortenbezeichnungen auf sich? Wie bio ist Bio-Honig, und wie sieht es mit Schadstoffen aus? Worauf müssen Diabetiker und Allergiker achten? Wir möchten Ihnen zeigen, was die Angaben auf dem Etikett bedeuten und was Sie beim Honigkauf wissen müssen.

So beliebt ist Honig!

Der Mensch ist ein Schleckermäulchen, das Honig seit mindestens 8.000 Jahren zu schätzen weiß. Das belegen die Höhlenzeichnungen der Cuevas de la Araña in Spanien, die einen Honigsammler beim Plündern der Wintervorräte eines wilden Bienenvolkes zeigen.1 Später kultivierte man die Honigbiene, die sich mit ihrer Bestäubungsleistung zum drittwichtigsten Nutztier gleich hinter Rind und Schwein entwickelt hat.2

Die Deutschen machen da keine Ausnahme – rund ein Kilogramm Honig verspeisen wir pro Jahr und Kopf. Den Bedarf können einheimische Bienen nur zu rund 20 Prozent decken, der Rest wird aus dem Ausland importiert. Rund ein Viertel davon liefert Argentinien.3 Weltweit liegt die Jahresproduktion bei 1,9 Millionen Tonnen (2017), vor allem aus China, Türkei, Iran und den USA.4

Wie machen Bienen Honig, und warum?

Dass Honig etwas mit Bienchen und Blümchen zu tun hat, weiß jedes Schulkind. Aber wie er von der Blüte aufs morgendliche Brötchen kommt, ist eine lange und aufwändige Geschichte.

Sie beginnt mit dem Sammeln von Nektar oder Honigtau durch die Arbeiterinnen eines Bienenvolkes. Die zuckerreichen Lösungen transportieren sie in einem speziellen Organ, der Honigblase, in der sie mit Enzymen angereichert werden. Dazu gehört die Invertase, die Rohrzucker (Saccharose) in Traubenzucker (Glukose) und Fruchtzucker (Fruktose) aufgespaltet.

Zurück im Bienenstock nehmen andere Tiere den gesammelten Nektar in Empfang und verarbeiten ihn weiter. Sie lagern ihn in offenen Waben und fächeln mit den Flügeln Luft zu, sodass ein Großteil des enthaltenen Wassers verdunstet. Der Wasseranteil schwindet von rund 75 Prozent auf weniger als 20 Prozent. Für reif wird er erklärt, indem die Bienen einen Wachsdeckel auf die Wabe setzen. Dort steht er als Wintervorrat auf Abruf bereit. Als Futter für die Brut verwenden sie Pollen, nur die Königinnen erhalten Gelée Royale.5

Für das Überleben im Winter ist der Honig wichtig. Das Zuckerkonzentrat ist ein hochkalorischer Energieträger, mit dessen Hilfe die Bienen ihre Flugmotoren laufen lassen. Die so erzeugte Wärme garantiert, dass in den Außenbereichen der winterlichen Bienentraube die Temperatur nicht unter 8 °C absinkt. So kann im Gegensatz zu vielen verwandten Arten praktisch das gesamte Volk überwintern, nicht nur die Königin alleine. Im Folgejahr erleichtert das den Start in die neue Saison.4, 6

Das Pfundsglas Honig auf Ihrem Frühstückstisch ist eine ordentliche Fleißarbeit – eine einzelne Honigbiene sammelt während ihres kurzen Lebens rund zwei Teelöffel, und für das ganze Glas waren eine Million Blüten und 44.000 Flugkilometer notwendig.7 Ein komplettes Bienenvolk bringt es auf rund 30 Kilogramm im Jahr.

Was ist Honig überhaupt?

Chemisch betrachtet ist Honig eine übersättigte Zuckerlösung, die 25-45 Prozent Fruktose und 20-40 Prozent Glukose enthält. Hinzu kommen kleinere Anteilen Saccharose, Maltose und weitere Oligo- und Disaccharide. Wichtig ist der Wassergehalt: Nur wenn dieser unter 20 Prozent liegt, ist der Honig vor dem Verderb geschützt. Die unterschiedlichen Mengen Wasser, Glukose und Fruktose entscheiden darüber, welche Konsistenz ein Honig hat.5

Ein weiterer typischer Inhaltsstoff ist Pollen, mit einem Anteil um die fünf Prozent. Lebensmittelchemiker schauen sich die bei jeder Pflanze unterschiedlich geformten Pollenkörner unter dem Mikroskop an und finden so heraus, von welchen Blüten sie stammen. Für den Zucker bilden sie ideale Kristallisationspunkte, von denen aus Honig bei längerem Stehen fest wird.

Insgesamt finden sich darin an die 200 verschiedene Substanzen, darunter Mineralstoffe, Vitamine, Aminosäuren und Eiweiße, letztere vor allem in Form von Enzymen.8 So schmackhaft Honig auch ist, als Vitamin- und Mineralstoffquelle wird er oft überschätzt – für die Deckung des täglichen Bedarfes müsste man ihn pfundsweise verzehren.

Gesetze und Verordnung rund um den Honig

Honig zählt als Lebensmittel und unterliegt als solches dem übergeordneten europäischen Recht, deren Rahmen durch die Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) vorgegeben ist.9 Weitere Regelungen speziell für Honig finden sich in der EU-Richtlinie 2001/110/EG von 200110. In Deutschland setzen die Honigverordnung11 und die Leitsätze für Honig12 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die EU-Vorgaben in nationales Recht um.

All diese Verordnungen stellen sicher, dass es sich bei Honig um ein reines, unverändertes Naturprodukt handelt. Lediglich Rühren und Mischen sind erlaubt, ebenso wie eine Filtration zum Entfernen des darin enthaltenen Pollens. Ansonsten darf nichts entfernt oder hinzugefügt werden, vor allem keine honigfremden Substanzen. Das Abfüllen erfolgt in Lager- und Transportbehälter oder direkt in die fertige Verpackung. Lagerung, Transport und Abfüllung haben so zu geschehen, dass alle charakteristischen Eigenschaften des Honigs erhalten bleiben.

Vor allem ist eine Erwärmung nicht statthaft. Je höher die Temperatur, desto mehr Hydromethyfurfural (HMF) entsteht bei der Zersetzung von Fruktose. Im Labor steht der HMF-Gehalt für Naturbelassenheit und Frische, denn in jungem Honig ist es kaum nachweisbar. Danach steigt die Menge jährlich um 2-3 mg/kg an.13

Noch etwas strenger sind die Anforderungen, die der Deutsche Imkerbund in seinen Qualitätsrichtlinien14 vorsieht:

  • Deutscher Honig muss in Deutschland gesammelt worden sein und naturbelassen bleiben
  • sein Wassergehalt muss unter 18 Prozent liegen (Honigverordnung maximal 20 Prozent)
  • der Gehalt an HMF darf höchstens 15 Milligramm pro Kilogramm betragen (EU 50 mg/kg).

Was haben die verschiedenen Honigsorten zu bedeuten?

Laut EU-Norm ist Honig15

…der natürliche Süßstoff, der von Honigbienen hergestellt wird aus Blütennektar oder Absonderungen lebender Pflanzenteile oder Ausscheidungen pflanzensaugender Insekten auf lebenden Pflanzenteilen, welche die Honigbienen sammeln, durch Vermischung mit spezifischen eigenen Substanzen verändern, ablagern, eindicken, lagern und in Honigwaben reifen lassen.

Damit sind die beiden wesentlichen Gruppen von Honig vorgegeben: Blütenhonig und Honigtauhonig. Der Mensch kann verschiedene Sorten miteinander mischen und so eine Cuvée mit gleichförmigem Geschmack erzeugen. Das geschieht vor allem bei Honig aus dem Supermarkt, wo die Verbraucher Wert auf ein konstantes Geschmackserlebnis legen.

Die Bienen sind ähnlich wählerisch – sie sind blütenstet. Das bedeutet, sie sammeln so viel und so lange wie möglich, sobald sie eine reichhaltige Nektarquelle entdeckt haben. Sie bleiben dieser Pflanze treu, bis die Blütezeit vorbei ist. Eine solche Tracht muss zu 60-80 Prozent einheitlich sein, damit man von einem sortenreinen Honig spricht. Die übrigen Einträge gelten als Beitracht.11

Was bedeutet Blütenhonig?

Blütenhonig gewinnen die Bienen aus dem Nektar blühender Pflanzen. In Deutschland gibt es um die 40 Sorten, von denen viele Mischungen von mehr als einer Nahrungspflanze sind. Eine häufige Kombination sind beispielsweise Obstblüten mit gleichzeitig darunter blühendem Löwenzahn. Aus anderen Ländern kommen exotische Honige wie Lederbaum oder Orangenblüten. Einige Beispiele für reine Sortenhonige sind

  • Akazienhonig – genauer Robinienhonig, denn die Scheinakazie ist eigentlich eine Robinie. Er schmeckt mild und lieblich, ist klar und gelblich und kristallisiert nur langsam aus. Daher gilt er als der ideale Honig zum Süßen von Tee, Nachspeisen und Backwaren.
  • Buchweizenhonig ist sehr speziell – sein Geschmack erinnert an Rübensirup und ist extrem intensiv, sodass ihn nicht jeder mag. Böse Zungen vergleichen ihn sogar mit Teer, denn als süß empfindet man ihn eher nicht. Da Buchweizen als Nutzpflanze rar geworden ist, trifft man ihn nur selten an.
  • Fenchelblütenhonig hat eine rotbraune Färbung und einen würzigen, leicht nussigen Geschmack.
  • Heidehonig stammt von Heidekrautblüten und ist unverkennbar herzhaft-kräftig. Dieser rötlich-dunkle Honig hat eine einzigartige, fast geleeartige Konsistenz.
  • Himbeerhonig ist eine echte Rarität, denn die feine, elegante Tracht lässt sich nur in der unmittelbaren Nähe von Himbeerplantagen gewinnen. Normalerweise gelangt der Nektar in andere Blüten- und Waldhonigsorten. Als Sortenhonig ist er cremig-mild und riecht nach Beeren.
  • Kirschblütenhonig ist hell und cremig und schmeckt fruchtig mit leichtem Marzipan-Aroma.
  • Kornblumenhonig ist inzwischen so selten wie die Kornblume als Farbtupfer auf dem Acker. Daher stammt der Sortenhonig ausschließlich von ausgedehnten Kornblumenfeldern, die der Samengewinnung dienen. Er ist kräftig-würzig und riecht blumig.
  • Lavendelhonig ist typisch für die Provence, in der Lavendel auf großen Feldern angebaut wird. Der hellgelbe Honig ist cremig und sehr aromatisch.
  • Lederbaumhonig ist weitgereist – seine Lieferanten wachsen in Tasmanien. Dieser cremige, weiß-gelbe Honig hat einen vollmundigen und würzigen Geschmack.
  • Mandelblütenhonig schmeckt leicht nussig nach Mandeln. Er ist hellbraun und dünnflüssig.
  • Manuka-Honig ist eine Rarität aus Neuseeland, wo ihn die Bienen an der Südseemyrthe sammeln. Er ist vor allem für seine medizinischen Anwendungen bekannt, denn sein hoher Gehalt an Methylglyoxal (MGO) tötet Bakterien zuverlässig ab.16
  • Orangenblütenhonig riecht unverkennbar nach Orangen. Vom Geschmack ist er fein, lieblich und aromatisch, sein Aussehen ist klar und goldfarben.
  • Phaceliahonig stammt von der Bienenweide Phacelia. Er ist weiß-beige, hat ein exotisches Aroma und kristallisiert schnell aus.
  • Rapshonig ist weit verbreitet und sehr beliebt, denn er schmeckt mild und cremig. Vom Geschmack ist der fast weiße Honig recht süß und daher bei Kindern begehrt.
  • Rosmarinhonig ist eine Rarität und riecht unverkennbar nach dem Gewürzkraut.
  • Sonnenblumenhonig ist mittelkräftig und von strahlend gelber Farbe. Nur in der Nähe ausgedehnter Sonnenblumenfelder lässt er sich als Einzeltracht sammeln.
  • Spargelblütenhonig wird Ihnen selten begegnen, denn ihn können die Bienen nur während der kurzen Blütezeit von Spargelfeldern ernten. Seine Farbe ist goldgelb bis rötlich-orange, und er bleibt lange flüssig.
  • Thymianhonig gehört ebenfalls zu den seltenen Sortenhonigen. Er schmeckt fein-würzig mit echtem Thymianaroma.

Was ist Honigtauhonig?

Zucker ist eine ausgezeichnete Energiequelle, egal woher er stammt – da sind Bienen wenig wählerisch. So kommt es, dass sie nicht nur den Nektar von Blüten zu schätzen wissen, sondern auch die natürlichen Absonderungen von Bäumen, wie sie in harzigen Tropfen an Blättern und Zapfen austreten. Nicht minder lecker finden sie den Honigtau, den daran saugende Insekten wie Blättläuse und Tannen- oder Fichtenläuse abgeben. Eigentlich ist dieser als Belohnung für die Ameisen gedacht, die ihre Läuseherde zuverlässig vor Fressfeinden zu schützen wissen und darauf achten, dass die Konkurrenz nicht allzu viel davon plündert.4

Den so gewonnenen Honig bezeichnet man als Waldhonig, Blatthonig oder Tannenhonig. Er ist besonders dunkel und aromatisch.

  • Waldhonig ist eine Mischung von Honigtau verschiedener Waldbäume, aber immer flüssig, sehr kräftig und von fast schwarzer Farbe.
  • Tannenhonig hat eine charakteristische dunkelgrün-schwarze Farbe und ein kräftiges Aroma.
  • Fichtenhonig enthält eine Reihe der für die Nadelbäume typischen ätherischen Öle, die zu seinem würzigen Geschmack beitragen.
  • Schwarzwaldhonig ist typisch für den Schwarzwald. Er liefert den Honigtau von ausgedehnten Tannen- und Edelkastanienbeständen und ist flüssig, dunkel und kräftig im Geschmack.
  • Eichenwaldhonig schmeckt leicht malzig und sehr intensiv. Dabei ist er von dunkelbrauner Farbe und bleibt lange flüssig.
  • Kastanienhonig stammt von der Edelkastanie und ist in Deutschland rar. Hierfür sammeln die Bienen sowohl Blütennektar als auch Honigtau. Er ist rötlich, sein typischer Geschmack leicht herb bis bitter.
  • Lindenhonig besteht ebenfalls aus Nektar und Honigtau und duftet nach Menthol.
  • Eukalyptushonig ist ein weiterer Vertreter, bei dem Honigtau und Blütennektar zusammenkommen. Er stammt aus Australien, Tasmanien oder Südamerika. Die ätherischen Öle des Eukalyptusbaumes sind im Honig nicht so dominant wie in einem Eukalyptusbonbon; er ist eher feinwürzig und schmeckt leicht nach Karamell. Je mehr Honigtau darin enthalten ist, desto dunkler und intensiver fällt der Honig aus.
  • Lärchenhonig werden Sie selten bekommen, denn für Imker ist er ein Schreckgespenst: Enthält er zu große Mengen Melezitose, ein Trisaccharid aus zwei Glukose- und einem Fruktosebaustein, kristallisiert er oft bereits in den Waben aus. Diesen Zementhonig dort wieder herauszuholen gelingt weder dem Imker mit der Honigschleuder noch den Bienen mit ihren Mundwerkzeugen. Zwangsläufig müssen sie im Winter auf die fest gewordene Masse verzichten, sodass gegebenenfalls das Überleben des Volkes bedroht ist.17

Die Verarbeitungssorten von Honig

Auf dem Etikett finden sich außer den Angaben zum Ursprung auch solche über die Verarbeitung:

  • Schleuderhonig ist die gängigste Form. Für seine Gewinnung werden die Waben von ihren Wachsdeckeln befreit und in einer Honigschleuder zentrifugiert. Durch die Schwerkraft fließt der Honig heraus und lässt sich auffangen und abfüllen. Wichtig ist, dass das ohne Erwärmung zu geschehen hat: Sie würde den Ertrag erhöhen, aber viele wertvolle Inhaltsstoffe zerstören.
  • Scheibenhonig bezeichnet Wabenstücke ohne Mittelwände. Seine Wachsanteile müssen von den Bienen vollständig selbst produziert worden sein.
  • Wabenhonig entspricht dem Scheibenhonig, wobei vom Menschen aus Bienenwachs hergestellte Mittelwände zulässig sind. Er wird in Form von ganzen oder geteilten Waben verkauft. Die Honigverordnung unterscheidet nicht zwischen Scheiben- und Wabenhonig.
  • Presshonig und Stampfhonig sind heutzutage kaum noch anzutreffen. Pressen und Stampfen waren die klassischen Methoden zur Honiggewinnung, bevor man die Honigschleuder eingeführt hat.
    Die Bezeichnung kalt geschleuderter Honig ist inzwischen nicht mehr zulässig. Diese Angabe war in der alten Honigverordnung bis 2004 zu finden. Man hat sie als irreführend abgeschafft, da Honig ohnehin nicht erwärmt werden darf. Aus dem gleichen Grund sind Angaben wie echt oder naturbelassen obsolet und unzulässig.

Was steht sonst noch auf dem Etikett?

Neben Ursprung und Gewinnung sehen die ergänzenden Bestimmungen der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung (LMKV) noch eine Reihe weiterer Angaben vor18:

  • Honig reicht als Verkehrsbezeichnung aus, wobei die Bezeichnungen Blütenhonig oder Waldhonig genauer sind.
  • Von Sortenhonig spricht man, wenn der Anteil an dem speziellen Nektar oder Honigtau über 60 Prozent liegt.
  • Bei der Herkunft müssen Ursprungsland, Name und Anschrift angegeben werden. Stammt der Honig aus verschiedenen Ursprungsländern, lauten die Angaben beispielsweise „Mischung von Honig aus EU-Ländern“, „Mischung von Honig aus Nicht-EU-Ländern“ oder „Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“.
  • Die Füllmenge ist unbedingt zu benennen und muss sich leicht lesen lassen – die Buchstaben müssen mindestens vier Millimeter groß sein.
  • Die LMKV sieht für alle Lebensmittel die Angabe eines Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) vor, wobei eine Jahresangabe (mindestens haltbar bis Ende…) ausreicht. Hier sind zwei Jahre üblich.
  • Loskennzeichnung mit Chargennummer, damit sich die Herkunft zurückverfolgen lässt.
  • Ein Hinweis zur Aufbewahrung, etwa Trocken und vor Wärme geschützt lagern.

Da Honig aus nur einer Zutat besteht und als Naturprodukt nicht weiterverarbeitet wird, ist eine Nährwerttabelle nicht nötig. Ebenso gibt es in Deutschland keine Kennzeichnungspflicht über mögliche allergische Reaktionen oder die Angabe nicht für Säuglinge unter einem Jahr geeignet.

Was sind die Qualitätsmerkmale von Honig?

Honig ist Honig? Von wegen! Unabhängig von der Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben gelten Geruch, Geschmack und Konsistenz als Qualitätsmerkmale. Sie unterscheiden sich von Honigsorte zu Honigsorte und geben diesen einen ganz eigenen Charakter, ganz ähnlich wie bei einem Wein oder einem Käse. Was Ihnen davon am Ehesten zusagt und welchen Honig Sie kaufen, müssen Sie selber herausfinden – lassen Sie sich überraschen, denn langweilig wird er niemals.

Wie bio ist Bio-Honig?

Bio-Lebensmittel werden ökologisch und nachhaltig gewonnen. Völlig frei von Pestiziden und anderen unerwünschten Beimengungen sind sie nicht – Schadstoffe und Umweltverschmutzung machen nicht an der Ackergrenze hat. Ganz ähnlich sieht das beim Honig aus, denn die Bienen scheren sich nicht um biologischen oder konventionellen Anbau ihrer Nektarlieferanten.19

Will ein Imker nach Bio-Richtlinien verfahren, muss er auf möglichst artgerechte und naturnahe Haltungsbedingungen achten und sich an eine Reihe strenger Vorschriften halten. Dazu muss er den gesamten Bienenstock aus natürlichen Materialien wie Holz, Stroh und Lehm fertigen und darf nur echtes Bienenwachs verwenden. Für die Schädlingsbekämpfung – Stichwort Varroa-Milbe – dürften nur in der Öko-Durchführungsverordnung ausdrücklich gelistete Substanzen zum Einsatz kommen und vieles mehr. Die verschiedenen Bio-Landbauverbänden haben weitere Vorschriften, die sich wiederum teils stark unterscheiden.

Wichtig für einen guten Bio-Honig ist ein ausreichender Abstand zu konventionell bestellten landwirtschaftlichen Flächen. Hier gilt ein Mindestabstand von drei Kilometern, innerhalb dessen sich vor allem Waldflächen, Wildpflanzen und extensiv bewirtschaftete Felder und Wiesen befinden müssen.

Pestizide sind in konventionellem Honig nicht ungewöhnlich, wie der BUND zeigen konnte: 13 von 22 Honigen aus dem Supermarkt enthielten Neonikotinoide und ähnliches.20 Bio-Honig bietet keinen vollständigen Schutz, aber er garantiert wenigstens geringere Belastungswerte. Honigtau-Honige sind grundsätzlich weniger verdächtig, da Wälder deutlich seltener mit Spritzmitteln in Kontakt kommen als Ackerpflanzen wie der Raps.

Wer sich vor Gentechnik scheut, sollte auf Honig aus Deutschland, Südosteuropa und aus fairem Handel zurückgreifen. Öko-Test hat bei fast der Hälfte der untersuchten Importhonige Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen gefunden.21 Daher sollte man genau auf die Herkunftsangabe …aus EU- und Nicht-EU-Ländern achten: Nicht-EU kann bedeuten, dass dort Gentechnik auf dem Acker zugelassen ist.

Bio-Honig sollten Sie gegenüber konventionell erzeugtem Honig den Vorzug geben. Seine biologische Herstellung fördert den Artenschutz und die Artenvielfalt.22 Damit wirkt man dem Insektensterben und vor allem Bienensterben entgegen und stellt die Bestäubungsleistung von Honigbienen und Wildbienen sicher.23

Vorsicht Allergiker, Diabetiker und Säuglinge! Worauf sie beim Honigkauf achten müssen

Giftiger Honig steht bei den Bienen auf dem Speiseplan, ohne dass sie davon Schaden nehmen. Pontischem Honig, Tuta-Honig und Rosmarinheide-Honig ist gemein, dass sie von Giftpflanzen stammen. In größeren Mengen wären diese der menschlichen Gesundheit äußerst unzuträglich. Keine Angst: Solche toxikologisch bedenklichen Honigsorten sind bei uns nicht erhältlich.24

Allergiker müssen mitunter bei Honig aufpassen – er enthält bis zu fünf Prozent Pollen. Bei einigen Pollenallergikern kann dieser eine Überempfindlichkeitsreaktion auslösen. Andererseits haben Wissenschaftler herausgefunden, dass der Genuss von Birkenhonig vor der Pollensaison die Wirkung einer antiallergischen Medikation in der Saison deutlich verbessert.25 Eine spannende Angelegenheit, die sich Wissenschaftler sicher noch näher ansehen werden.

Diabetiker müssen im Hinterkopf behalten, dass Honig eine Menge Traubenzucker und Fruchtzucker enthält. Ersterer treibt den Blutzucker schnell, letzterer nur langsam in die Höhe. Ihre Anteile sind unterschiedlich, sodass sich beim Verzehr größerer Mengen eine Blutzuckerkontrolle empfiehlt. Insulinpflichtige Diabetiker müssen unter Umständen nachspritzen. Andererseits ist glukosereicher Honig eine ausgezeichnete Alternative zum Täfelchen Traubenzucker, wenn der Blutzuckerwert im Keller ist und der Patient eine Unterzuckerung bemerkt.26

Säuglinge sollten niemals Honig bekommen! Als Naturprodukt kann er Bakterien enthalten, die für Erwachsene in der Regel harmlos sind. Im Kindesalter muss sich die Immunabwehr erst entwickeln, sodass ein toxischer Keim schnell zu gesundheitlichen Konsequenzen führt. Im Honig ist das vor allem Clostridium botulinum, besser bekannt als Erreger der Fleischvergiftung. Im Darm eines praktisch ungeschützten Säuglings breitet sich das Bakterium in Windeseile aus und bildet ein Toxin, das die Muskelarbeit beeinträchtigt. Was mit einer Verstopfung beginnt, endet schlimmstenfalls mit einer Atemlähmung. Säuglingsbotulismus ist sehr selten, aber das Risiko sollte man tunlichst vermeiden. Dazu gehört auch das Einstreichen der Brustwarzen zur Trinkanimation oder das Süßen von Tee mit Honig.27 Ab welchem Alter Honig konsumiert werden darf, kann hier nachgelesen werden.

Medizinische Verwendung von Honig

Eine mögliche Kontamination mit Bakterien ist der Grund dafür, dass medizinischer Honig für die Behandlung von Wunden mit energiereicher Gammastrahlung keimfrei gemacht wird. Bei der Wundversorgung sind seine bakteriziden Eigenschaften von Interesse, die Bakterien halten und die Wundheilung beschleunigen.

Als wahres Wundermittel gilt Manuka-Honig. Für seine außergewöhnlich starke antimikrobielle Wirkung ist der Gehalt an Methylglyoxal (MGO) verantwortlich.28 Insbesondere für die Versorgung chronischer Wunden wie Druckgeschwüren, Unterschenkelgeschwüren oder beim diabetischen Fußsyndrom erweist er sich als zunehmend wichtig29, zumal sich seine Wirkung auch von Antibiotikaresistenzen nicht beeindrucken lässt. Er tötet selbst multiresistente Bakterien wie MRSA zuverlässig ab.30 Weitere Anwendungen sind chronische Nebenhöhlenenzündungen31, Schuppenflechte32 und Magen-Darm-Erkrankungen.33

Möchten Sie Manuka-Honig für Ihre Gesundheit kaufen, achten Sie auf einen hohen MGO-Gehalt oder einen hohen Unique Manuka Factor (UMF)-Wert, der die bakterizide Wirkung widerspiegelt.34

Honig wo kaufen?

Im Supermarkt werden Sie vor allem Importhonig antreffen. Hier gilt generell, dass die Ökobilanz infolge der weiten Transportstrecken ungünstiger ausfällt als bei deutschem Honig oder Honig aus dem EU-Ausland. Zudem ist das Risiko von Rückständen von Pestiziden und gentechnisch veränderten Pflanzen höher als bei einheimischen Honigsorten.

Achten Sie im Supermarkt, im Reformhaus, auf dem Wochenmarkt oder im Online-Handel auf biologisch gewonnenen und möglichst fair trade-gehandelten Honig. Fair trade stellt sicher, dass die Imker in ihren Heimatländern eine angemessene Bezahlung erhalten. Den Bienen und der Honigqualität kommt das sicherlich zugute. Zudem ist in diesen Anbauländern Gentechnik noch nicht üblich.

Plastikbehältnisse verbrauchen unnötig Erdöl und landen auf dem Müll, wo sie zu Mikroplastik zerfallen und weiter für Probleme sorgen. Gläser benötigen viel Energie zum Einschmelzen, aber bei den Einheitsgefäßen des Deutschen Imkerbundes reicht ein gründliches Ausspülen. Nach Gebrauch können diese bei Ihrem Imker wieder abgeben.

Optimal ist nachhaltig, bio und regional. In Sachen Ökobilanz ist Honig aus der Region kaum zu toppen. Kaufen Sie Ihren Honig vorzugsweise direkt bei einem Imker aus der Umgebung, denn hier stellen die Deutsche Honigverordnung und der Deutsche Imkerbund die bestmögliche Honigqualität sicher. Imkert der Bienenexperte zudem nach Bio-Richtlinien, umso besser.

Mindesthaltbarkeitsdatum hin oder her: Honig ist eigentlich unkaputtbar

Unwissenheit über die Bedeutung des Mindesthaltbarkeitsdatums ist DER Motor der Lebensmittelverschwendung. Steinsalz hat Jahrmillionen in der Erde gelegen und wurde gerade noch rechtzeitig abgebaut, bevor es verfällt? Wie bei vielen Nahrungsmitteln bedeutet das MHD auch bei Honig Mindestens haltbar bis und nicht Unmittelbar tödlich ab, auch wenn von Gesetzes wegen eine Angabe notwendig ist.

Ist der Honig auskristallisiert, gehört er noch lange nicht auf den Müll. Sie können ihn durch vorsichtiges Erwärmen wieder flüssig machen. 40 °C sollten Sie dabei nicht überschreiten, um Vitamine und Enzyme nicht zu zerstören und der Bildung von HMF keinen Vorschub zu leisten. Ideal ist ein Joghurtbereiter, der das Honigglas über Nacht vorsichtig warmhält.

Dass Lebensmittel verderben ist auf das Wachstum von Mikroorganismen zurückzuführen. Im Honig verhindert das der hohe Gehalt an Zucker und Wasserstoffperoxid. Das Enzym Glukose-Oxidase aus dem Honigmagen der Biene liefert letzteres kontinuierlich nach und unterdrückt das Wachstum von Bakterien und Pilzen. Hinzu kommt der leicht saure pH-Wert, den die meisten Keime nicht mögen.

Problematisch wird die Sache, wenn der Honig nicht vor Feuchtigkeit geschützt gelagert wird. Dann zieht sein hoher Zuckergehalt Wasser aus der Luft an, was ihn verdünnt und Bakterien das Wachstum möglich macht. Ansonsten hält Honig ewig – selbst die Reste aus ägyptischen Gräbern sind theoretisch immer noch genießbar.35

Quellenverzeichnis
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(18) Lebensmittel-Kennzeichnung https://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/Kennzeichnung/kennzeichnung_node.html (accessed Oct 13, 2019).
(19) Was Bio-Honig von konventionellem Honig unterscheidet https://www.lebensmittelklarheit.de/informationen/was-bio-honig-von-konventionellem-honig-unterscheidet (accessed Oct 1, 2019).
(20) BUND-Test: Mehr als jeder zweite Honig enthält Pestizide https://www.bund.net/themen/umweltgifte/pestizide/bienen-und-pestizide/honigtest/ (accessed Oct 1, 2019).
(21) 19 Honige im Test https://www.oekotest.de/essen-trinken/19-Honige-im-Test_110270_1.html (accessed Oct 14, 2019).
(22) 7 Gründe für das Bienensterben http://www.umweltinstitut.org/themen/landwirtschaft/artensterben/bienen/gruende-fuer-das-bienensterben.html (accessed Sep 18, 2019).
(23) Wichtige Wildbienen: Ohne Bestäubung keine Früchte https://www.bund.net/themen/tiere-pflanzen/wildbienen/wildbienenkunde/bestaeubung/ (accessed Oct 2, 2019).
(24) Vergiftungsfälle durch Grayanotoxine in Rhododendron-Honigen aus der türkischen Schwarzmeerregion – Stellungnahme Nr. 043/2010 des BfR vom 3. September 2010. 12.
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(27) L, © 2019; Fax: 0711 – 769 89 50, esärztekammer B.-W. J. 40 70597 S. T. 0711-769 89 0. Honig fürs Baby? https://www.aerztekammer-bw.de/20buerger/30patientenratgeber/g_m/honig.html (accessed Oct 14, 2019).
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