Tannenhonig – Erfahre alles über den Honigtauhonig

Tannenhonig

Unter den Honigen sind einige Spezialitäten zu finden, die nicht jedermann kennt. Darunter gibt es viele Sorten, die besondere Inhaltsstoffe oder Geschmackskomponenten aufweisen. Zu ihnen gehört auch der Tannenhonig, der als relativ selten gilt und zweifelsohne einen zweiten Blick wert ist.

Herkunft des Tannenhonigs

Tannenhonig
Deutscher Tannenhonig kommt meistens aus dem Schwarzwald.

Beim Tannenhonig handelt es sich um einen Waldhonig. Diese Sorten zählen zu den Honigtauhonigen. Im Unterschied zu den Blütenhonigen produzieren Bienen sie nicht aus dem Nektar von Pflanzen, sondern aus Honigtau. Honigtau entsteht als Ausscheidungsprodukt verschiedener pflanzensaugender Tiere wie Blattläuse. Er wird von anderen Insekten wie Ameisen oder Bienen geerntet und als Energiequelle beziehungsweise zur Honigherstellung genutzt. Im Fall des Tannenhonigs aus Deutschland und angrenzenden Ländern entsteht dieser Honigtau vor allem auf Basis von Weißtannen und stammt zumeist von Rinden- oder Schildläusen. Da deren Aktivität abhängig von den klimatischen Bedingungen eines Jahres ist, kann durchschnittlich nur alle zwei bis drei Jahre Weißtannenhonig hergestellt werden – deshalb ist er relativ teuer. Zudem müssen die Weißtannenbestände groß genug sein, um überhaupt eine Produktion zu ermöglichen. Da dies in Deutschland in erster Linie im Schwarzwald der Fall ist, stammt der meiste Tannenhonig von dort.

Wichtig beim Kauf ist die Kennzeichnung: Da Tannenhonig in Deutschland ein geschützter Begriff ist, darf er nur als solcher bezeichnet werden, wenn er tatsächlich von Tannen stammt. Auch ein Biosiegel ist wichtig, um mögliche Verunreinigungen auszuschließen.1, 3

Konsistenz und besondere Inhaltsstoffe des Tannenhonigs

Tannenhonig
Ein Tannenhonig mit seiner charakteristischen Farbe und Konsistenz.

Waldhonige haben fast durchweg eine dunkle Farbe, die rötlich oder grünlich und oft beinahe schwarz wirkt. Weißtannenhonig ist dabei etwas weniger flüssig als andere Sorten und kristallisiert nur langsam. Aufgrund seiner Herkunft schmeckt er herb und leicht säuerlich mit einem deutlich wahrnehmbaren Tannen-Aroma. Letzteres resultiert aus den enthaltenen ätherischen Ölen, denen auch ein gesundheitlicher Nutzen nachgesagt wird. Die antibakterielle Wirkung von Honig soll durch die Enzyme Katalase und Glucoseoxidase verstärkt werden. Zudem sind, im Vergleich zu den meisten Blütenhonigen, mehr Mineralien und ein deutlich höherer Anteil Fruchtzucker (Fructose) enthalten, dafür jedoch weniger Traubenzucker (Glukose).1, 2, 4

Quellenverzeichnis
1. Pascal Thiele (2018), Tannenhonig: Wirkung und Herkunft des besonderen Honigs, Utopia Ernährung,

Tannenhonig: Wirkung und Herkunft des besonderen Honigs


2. M. K. Dhami et al. (2011), Species-specific chemical signatures in scale insect honeydew, J Chem Ecol. 37(11), S. 1231-1241,
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22089823?dopt=Abstract
3. Was macht Waldhonig und Tannenhonig aus? (2015),
https://www.t-online.de/leben/essen-und-trinken/id_72702186/was-macht-waldhonig-und-tannenhonig-aus-.html
4. Tannenhonig, abgerufen 06.09.2019,
http://www.imkerei-metzlaff.de/tannenhonig.html

Bildrechte

Die Bilder & Videos wurden selber produziert, außer folgende Inhalte:

Arthur Palmer/Shutterstock.com

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here