Gelée Royale – Der Futtersaft der Bienenkönigin

Gelee Royale

In der Bandbreite aller Bienenprodukte ist Gelée Royale das teuerste und empfindlichste und vielleicht das mit den meisten Geheimnissen. In diesem Artikel werden sie alles wichtige über Gelée Royale von einer promovierten Diplom-Biologin erfahren.

Seit jeher hat Gelée Royale in seiner Wirkung fasziniert: Nur durch Gelée Royale wird eine Bienenlarve zur Königin und besitzt ein Vielfaches an Gewicht, Größe, Lebensdauer und Leistungsfähigkeit als alle anderen Bienen. Wissenschaftliche Studien haben das Bienenprodukt genauer unter die Lupe genommen und eine Reihe von möglichen positiven und gesundheitsfördernden Eigenschaften festgestellt. Als kostbares Nahrungsergänzungsmittel nehmen Menschen seit dem Alten Ägypten Gelée Royale ein und berichten von seiner wohltuenden und leistungssteigernden Wirkung.

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Was ist Gelée Royale?

Gelée Royale ist ein „königliches“ Produkt aus der Bienen-Produktion: der Futtersaft der Bienenkönigin. Aus den Drüsen der Bienen dient Gelée Royale zunächst als Nahrung für die Aufzucht aller Larven. Nur eine bekommt ihn bis ans Ende ihres Bienenlebens und sie wird zur Königin.

Neugierig? Erfahre woher der Name Gelée Royale kommt
„Gelée Royale“ kommt aus dem Französischen und bedeutet „königliches Gelee“, bzw. „königlicher Saft“. Er wird auch „Weiselfuttersaft“ oder „Bienenköniginnen-Futtersaft“ genannt. Die Königin nennt man Weisel oder Stockmutter. Die Bezeichnung „Weisel“ leitet sich ab von „den Weg weisen“ und meint das Oberhaupt, die Anführerin des Bienenvolkes. Umgangssprachlich nennen einige den Futtersaft „Bienenmilch“. Historisch in Überlieferungen hat sich die Bezeichnung als „Speise der Götter“ etabliert.

Es handelt sich bei Gelée Royale um ein natürliches Produkt der Bienen. Aus den Sekreten der Kopfdrüsen produziert, wird Gelée Royale als Nahrungsergänzungsmittel in verschiedenen Formen verkauft. Die Apitherapie beschäftigt sich mit der gesundheitsfördernden Wirkung ausschließlich von Bienenprodukten. Dennoch ist Gelée Royale kein Arzneimittel und hat keine definierte Heilwirkung. Unter allen Bienenprodukten ist dieser Königinnen-Futtersaft der teuerste im Handel. Das hat zwei Gründe:

Ein Grund ist der altersverzögernde und potenziell lebensverlängernde Effekt sowie erhöhte Fruchtbarkeit; Eigenschaften, die man dem Futtersaft zuschreibt. Er bewirkt bei der Bienenkönigin ein längeres Leben, eine enorme Leistungsfähigkeit und ein Wachstum um ein Vielfaches der Größe anderer Bienen. Diese Eigenschaften mochte sich der Mensch seit der Entdeckung von Gelée Royale zunutze machen.

Zum anderen ist die Gewinnung selbst durch den sachkundigen Imker ein sehr aufwändiges Verfahren. Es steht noch dazu in der Kritik, weil es in die natürliche Dynamik der Bienenpopulation eingreift. Im Vergleich zu anderen Bienenerzeugnissen ist der Saft der Bienenkönigin eine seltene Quelle und wird dementsprechend preislich angesetzt. Nur wenige Imkereien ernten Gelée Royale für die Weiterverarbeitung. Es gibt das Produkt am häufigsten für die kurmäßige Einnahme (frisch, pur, als Trinkampullen und Kapseln) oder zur äußerlichen Anwendung.

Durch viel Arbeit im Labor ist es gelungen, synthetisches Gelée Royale herzustellen. Es soll ähnliche Wirkung haben. An die Zusammensetzung des natürlich produzierten Gelée Royales kommt jedoch kein synthetisches Erzeugnis heran. Sie ist zu komplex und die speichelspezifischen Stoffe der Biene sind nicht im Labor herstellbar.

Aussehen, Konsistenz und Geschmack von Gelée Royale

Wie der Name schon sagt, ist Gelée Royale ein gallertartiger und milchiger, mitunter schleimiger Saft. Er ist weißlich bis gelblich. Von seiner Funktion her könnte man ihn mit Muttermilch vergleichen, da er die Brut ernährt und alle wichtigen Stoffe für das Wachstum und die Entwicklung der Bienen enthält. Der Saft wird von den Bienen in den Wabenzellen gelagert, sofort nachdem er von den Drüsen produziert und abgesondert wurde. Gelée Royale hat keinen Kontakt mit der Welt außerhalb des Bienenstocks und gilt daher als besonders rein.

Der Geschmack von Gelée Royale ist äußerst bitter bis säuerlich, in seiner Intensität stechend (phenolisch). Keiner, der jemals Gelée Royale frisch aus dem Bienenstock probiert hat, findet den stechenden Geschmack bekömmlich, berichten Imker aus direkter Erfahrung. Die Bienenkönigin bleibt die einzige. Die meisten Trinkampullen und als pur bezeichneten Produkte sind bekömmlich gemacht, indem sie in Alkohol gelöst abgefüllt werden. Gelée Royale wird oft in Honig zugesetzt, fruchtig schmeckende Säfte oder Mus beigemengt (Sanddorn, Orange).

Entstehung von Gelée Royale

Für die Fütterung der Bienenlarven sind die Arbeiterinnen zuständig. Sie produzieren in ihrem Stadium als Ammenbiene zwischen ihrem 4. und 12. Lebenstag in den Kopfdrüsen das Sekret, mit dem sie den Nachwuchs ernähren. In dieser Zeit ist der Saft am nährstoffreichsten.

Bei der Drüse handelt sich um die Futtersaftdrüse, die sehr viele verschiedene Bezeichnungen hat; das sind „Ammendrüse“, „Brutfutterdrüse“, „Kopfspeicheldrüse“ oder „Schlunddrüse“. Der anatomisch korrekte Begriff ist Hypopharynx-Drüse oder Hypopharyngeal-Drüse. Sie ist paarig angeordnet. Der Saft wird in den Mund der Biene abgesondert und zum Teil mit Sekreten aus der Honigblase und aus den Mandibeldrüsen (Mandibeln sind die scherenartigen Mundwerkzeuge) angereichert. Man vermutet, dass die Zusammensetzung des Gemisches variiert und besonders reichhaltig ist, wenn es an die Königinnenlarven verfüttert wird. Ein möglicherweise geplanter Vorgang, so die Theorie von Bienenforschern.

Die Futtersaftdrüsen werden durch Hormone aktiviert. Es kann vorkommen, dass es zu einem Mangel an Ammenbienen im Bienenstock kommt, weil übermäßig viele Eier von der Bienenkönigin gelegt werden und die Brut überhand nimmt. In diesem Fall aktivieren sich die Drüsen der älteren Arbeiterinnen, um ausreichend Futtersaft zu erzeugen. Dieser Funktionswechsel macht deutlich, in welcher organisierten Einheit sich Bienenvölker arrangieren und sich ihre Physiologie an die Erfordernisse anpasst.

Ist das Sekret-Gemisch von den Ammenbienen fertig produziert, werden in den ersten drei Lebenstagen alle Larven einheitlich damit gefüttert. Die Bienen bestimmen eine Larve, aus der die Königin werden soll und setzen die Fütterung mit Gelée Royale fort, während alle anderen Maden und Puppen Pollen und Honig bekommen. Die Königinnenmade schwimmt regelrecht im Futtersaft, mit dem die Wabe bist zum oberen Rand gefüllt ist und mit einem Deckel aus Bienenwachs verschlossen. Diese Brutwabenzellen der angehenden Königin sind die sogenannten „Weiselzellen“. Daraus schlüpft die fertige Königin nach 16 Tagen.

Die Bienenkönigin unterscheidet sich in ihrem Phänotyp, also im Aussehen, von allen anderen Bienentypen. Durch die kontinuierliche Fütterung mit Gelée Royale nimmt die Königinnen-Larve das 3000-fache an Gewicht zu. Gehirn, Beine und Ovarien entwickeln sich weiter. Beim Schlüpfen ist sie doppelt so groß wie die Arbeiterinnen. Die Königin lebt einige Jahre, im Schnitt 5 Jahre, während andere Bienen, je nach Funktion, zwischen 5 und 50 Tagen leben. Sie erbringt eine unglaubliche Leistung: die Königin produziert durchschnittlich eine Viertel Million Eier pro Jahr. Das Maximum an Eiern wurde mit 2500 pro Tag angegeben. Praktisch variiert diese Zahl natürlich und ist abhängig von mehreren Faktoren. Diese ausgeprägte Legefähigkeit wird durch bestimmte Proteine im Gelée Royale hervorgerufen, die für die Entwicklung der Eierstöcke benötigt werden.

Im Larvenstadium sind alle Bienen gleich, sie besitzen dieselben genetischen Voraussetzungen. Die Differenzierung in Königin und „restliche“ Bienen erfolgt allein nach der Änderung der Futtergabe nach dem dritten Tag. Aus dieser Beobachtung heraus erhielt Gelée Royale seinen Ruf als beinahe magisches Mittel der Bienen zur Leistungssteigerung und als verjüngender, lebensverlängernder Anti-Aging-Trunk. Wissenschaftlich ist das Rätsel, ob die Königin tatsächlich nur durch die Nährstoffe im Gelée Royale entsteht, bis dato nicht eindeutig geklärt.

Gewinnung von Gelée Royale durch Imker

Wenige Imker-Betriebe im europäischen Raum widmen sich der Gewinnung von Gelée Royale. Das Prozedere ist heikel und mit sehr viel Aufwand zu betreiben. Der Imker greift – wesentlich stärker als bei der Honig-, Bienenwachs-, Propolis- oder Blütenpollen-Ernte – in die Dynamik des Bienenstocks ein. Das Gelée Royale muss den Larven „weggenommen“ werden, idealerweise zwischen dem dritten und vierten Tag und bevor der Saft von den Larven komplett verzehrt wird. Dazu entfernt der Imker die Larve aus der Weiselzelle und „erntet“ den Futtersaft. Über eine Spritze, Pipette oder ein Vakuum-Instrument saugt er den wertvollen Saft frisch ab und bewahrt ihn in einem dunklen Behältnis auf. Ein Filter verhindert, dass die Larven oder andere Blütenpollen in das Absaug-Instrument gelangen. Die sofortige luftdichte Lagerung ist wichtig, damit die Eigenschaften des Gelée Royale nicht beeinträchtigt werden.

Im gesamten Bienenvolk werden nur etwa 10 Larven auserwählt, die zur Königin „herangefüttert“ werden. Die Vorbereitung für die Gelée Royale Ernte dauert für den Imker mehrere Monate. Durch die Anbringung von zusätzlichen Weisenzellen bringt man die Tiere dazu, mehr vom Futtersaft zu produzieren. Die Entfernung der Zelleninhalte – auch wenn nur für kurze Zeit – erzeugt Stress im Bienenstock, was als nicht tierkonform kritisiert wird, weil die Bienen durch die Stresssituation zur vermehrten Produktion von Gelée Royale gezwungen werden. Oft sind es die Imker selbst, die sich tierschützend einsetzen und aus diesem Grund kein Gelée Royale ernten. Daneben gibt es verantwortungsvolle Imker, die sehr bedacht mit dem Verfahren umgehen und wissen, wann eine Entnahme zuviel ist und dem Bienenvolk schaden würde. Zum Schutz der Bienen und Arterhaltung bremst er das Ernteausmaß im richtigen Moment ein und nimmt den geringen Ertrag in Kauf. Er erfahrener Imker agiert nach Ermessen, wieviel Gelée Royale er ernten kann und trotzdem die natürliche Dynamik in der Bienenpopulation erhalten bleibt.

Imker, die zur Selbstversorgung Gelée Royale ernten, arbeiten anders: Sie schneiden die gewünschte Zelle aus und kratzen manuell den Saft heraus. Die Ernte-Menge ist davon abhängig, ob genügend Futter vorhanden ist, von der Größe des Bienenvolks und der Anzahl der Ammenbienen.

Im Durchschnitt wird pro Bienenvolk ein halbes Kilo Gelée Royale pro Saison erwirtschaftet.

Was ist so besonders an Gelée Royale?

Wie die Produktionsweise der Bienen gezeigt hat, ist Gelée Royale in natürlicher Form einzigartig. Die Wissenschaft hat noch nicht restlos alle Stoffe identifiziert, die im Futtersaft enthalten sind. Synthetisch ist Gelée Royale möglich, aber in dieser Form nicht herstellbar. Einige klinische Studien befassen sich mit der Wirkung des kostbaren Saftes und werten die Anwendbarkeit am Menschen aus. Es gibt immer noch Bedarf an mehr zuverlässigen Studien.

Die größte Resonanz bekam Gelée Royale durch Erfahrungsberichte und Beobachtungen der Menschen seit die Produkte im Bienenstock entdeckt und für die Menschheit genutzt wurden. Immunstärkende und leistungssteigernde Wirkung sind die am häufigsten festgehaltenen Erfahrungen.

Gelée Royale Inhaltssoffe, Zusammensetzung und Nährwerte

Die vollständigen Inhaltsstoffe und ihre Wirkweisen sind, wie auch bei anderen Bienenprodukten, zu einem Teil noch unerforscht. In Gelée Royale wurden bisher aber bereits 185 Inhaltsstoffe ermittelt. Den größten Teil im Gelée Royale nehmen Wasser, Zuckerverbindungen und Eiweiße ein. In ungefährer Aufteilung sieht die Zusammensetzung so aus

  • Wasser 60 – 70 %
  • Zuckerverbindungen 10 – 25 %
  • Proteine, Aminosäuren 12 – 20 %
  • Fruktose 5 %
  • Glukose 4,5 %
  • Fette 4 – 7 %
  • Vitamine 2 – 3 %
  • Mineralstoffe und Spurenelemente unter 2 %
  • Sucrose 1,8 – 2 %
  • Mineralsalze 1,5 %
  • Nicht-organische Reste, bis 1,5 %
  • Und viele weitere Inhaltsstoffe

Forscher betonen, dass die Inhaltsstoffe von der Physiologie der Bienen abhängen und je nach Lebensumständen und Saison variabel sind. Variabel sind die enthaltenen Stoffe auch bei frischem oder gefriergetrocknetem Gelée Royale.5

Nährwertepro 100g
Kalorien145 kcal / 614 KJ
Kohlenhydrate12 g
Eiweiß4 - 4,5 g
Fett0,3 g

Wirkung von Gelée Royale

Antiallergisch & Antibakteriell

Das Protein MRJP3 ist es, das erneut in den Mittelpunkt von Forschungen gerückt ist. Man assoziiert seit langem antibakterielle und antiallergische Eigenschaften mit Gelée Royale. Eine klinische Studie testete im Zuge der Aktivität von grampositiven und gramnegativen Bakterienstämmen Stoffe aus Gelée Royale. Man vermutet eine Funktion von MRJP3 darin, dass es zu Schutzzwecken in den Honigbienen vorhanden ist und die Brut vor Keimen bewahrt. In dem klinischen Experiment wurde Mäusen das Protein aus Gelée Royale in seiner isolierten Form in den Bauchraum verabreicht (intraperitoneal).

Das Ergebnis zeigte eine antiallergische Wirkung der Gelée Royale Fraktionen. Die Antikörper-Produktion nahm durch die Polypeptide des Proteins ab. Die Komponente MRJP3 erwies sich als hitzestabil, die Wirkung wurde durch fünfminütiges Kochen nicht beeinträchtigt. Erst Kochen über 20 Minuten machte das Protein unwirksam. Die Studie schlägt weitere Untersuchungen vor und sieht in Gelée Royale Komponenten mögliche antiallergische und immunregulatorische Wirkungen, die für den Menschen von Nutzen sein könnten.4

Blutdrucksenkend

Die Komponenten in Gelée Royale weisen ein komplexes Zusammenspiel auf, wie oben gezeigt. Es scheint mehrere wirkungsvolle Bestandteile zu geben, darunter speziell Peptide und Protein-Verbindungen, die auch bei hohem Blutdruck als effektiv gemessen werden konnten. Eine klinische Studie untersuchte die Wirkung eines isolierten Peptids aus Gelée Royale auf Renin, das von der Niere produziert wird und Blutdruck und Elektrolyt-Haushalt regelt. Das Peptid zeigte Einfluss auf Renin und einen blutdrucksenkenden Effekt. Es könnte zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt werden, die mit Bluthochdruck einhergehen.7

Hormonstabilisierend

Gelée Royale wirkt laut klinischen Studien an Mäusen nachweislich auf die hormonelle Konzentration im Blut. Traditionellerweise wird Gelée Royale bei Beschwerden in der Menopause angewendet und bei Prämenstruellem Syndrom (PMS). Es kann das Gleichgewicht des Hormongehaltes im Blut wiederherstellen, indem es follikelstimulierende Hormone (FSH) reduziert und den Östrogengehalt steigert. Gelée Royale erwies sich als lindernd bei Prämenstruellem Syndrom (PMS).8

Anti-Aging

Die wohl gefragteste Wirkung von Gelée Royale ist die Verzögerung des Alterungsprozesses. Was steckt nun dahinter? Kann Gelée Royale das Leben verlängern, wie es im Bienenvolk bei der Königin der Fall ist? Aus dem Zusammenhang der antioxidativen Eigenschaften von Gelée Royale, des Einflusses auf den Hormongehalt und die Geschlechtsorgane entsteht ein möglicher Effekt, welcher der vorzeitigen Alterung unter Umständen entgegenwirken kann. Die molekularen Mechanismen dazu sind als Basis gegeben. Geht man davon aus, dass oxidativer Stress die Hauptursache für das Altern ist, kann Gelée Royale positiv einwirken, indem Freie Radikale neutralisiert werden. Durch seinen Einfluss auf die Zellaktivität wird oxidativer Stress in den Zellen reduziert. In den Alterungsprozess involviert sind das follikelstimulierende Hormon (FSH) und das luteinisierende Hormon (LH). Östrogen kontrolliert diese beiden Hormone. Ein erhöhter FSH-Spiegel führt zu einer Abnahme der Follikel-Menge und beeinträchtigt die Qualität der Eizellen (Oozyten) bei Frauen. Dieser Prozess führt zur ovariellen Alterung, also zur Alterung der Eierstöcke (Ovarien).

Durch die Aktivität eines Inhaltsstoffes im Gelée Royale (10-HDA 10-Hydroxydecensäure) kann eine positive Wirkung auf diesen hormonbedingten Alterungs-Zyklus genommen werden. 10-HDA 10-Hydroxydecensäure hat einen messbaren Einfluss auf die Synthese der Ovulations-Hormone und hält FSH und LH auf einem niedrigeren Niveau. Die Einnahme von Gelée Royale als Nahrungsergänzungsmittel zur Vorbeugung frühzeitiger Alterung kann hier Wirkung entfalten. Ein verlängertes Leben hängt von wesentlich mehr Faktoren ab (Genetik, Ernährung, Lebensstil, Vorerkrankungen, Belastung, Umwelt) und kann nicht per se durch die Einnahme von Gelée Royale hervorgerufen werden.8

Neuroprotektiv

Möglicherweise kann die Einnahme von Gelée Royale bei Erkrankungen, die mit dem Alterungsprozess verbunden sind sowie bei neurodegenerativen Erkrankungen hilfreich sein. Neuroprotektive Effekte an Ratten konnten bereits erfasst werden. Eine Verbesserung kognitiver Leistungen fand statt.8

Fruchtbarkeitssteigernd

Der Ovulationsprozess benötigt und verbraucht Antioxidantien. Dadurch kann es zu einem Mangel an antioxidativen Stoffen im Körper kommen, die die Zeichen des Alterungsprozess vermindern würden. Werden Antioxidantien von außen zugeführt, fördert das umgekehrt die Ovulationsfähigkeit. Gelée Royale enthält Substanzen, die nachweislich die Qualität der Eizellen (Oozyten) verbessern.6, 8

Wundheilend

Untersuchungen haben die wundheilenden Eigenschaften von Gelée Royale nachgewiesen. Dabei stellte sich ein Einfluss auf die menschliche Fibroblasten-Aktivität heraus. Fibroblasten sind Zellen, die sich im Bindegewebe bewegen. Gelée Royale konnte die Heilungsphase verletzter Hautareale verkürzen. Weiters zeigten sich schützende Eigenschaften auf die Haut bei Einwirkung von UV-Strahlung. Umschläge mit Gelée Royale erwiesen sich als unterstützend bei der Behandlung und Wundheilung von Diabetes bedingten Geschwüren an den Füßen (Diebetes-Ulcera). Die Bestandteile hatten einen Effekt auf die Erweiterung der Blutgefäße (Vasodilatation) um das Areal der Hautläsion herum. Sie können helfen, neuen Infektionen durch ihre antimikrobielle Eigenschaft vorzubeugen.3

Lipotoxizität

Was bedeutet der Begriff Lipotoxizität? Lipotoxizität bezeichnet die Giftikeit von Fetten und steht in Zusammenhang mit Fettleibigkeit und seinen häufigen Folge-Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Beschwerden, Diabetes. Die Toxizität der Fette im Körper wird dann relevant, wenn sie sich außerhalb des Fettgewebes befinden. Man geht davon aus, dass die Fette – solange sie sich nur im Fettgewebe anlagern – „ungefährlich“ sind. Da bei Fettleibigkeit jedoch ein erheblicher Teil dieser Fette auf Organe und Skelett-Muskulatur übergeht, spricht man von Lipotoxizität. Der Großteil aller Diabetes-II-Erkrankten sind übergewichtig. Der toxische Effekt der Fette ist noch nicht restlos untersucht. Man nimmt aber an, dass er bei manchen Menschen stärker ausgeprägt ist und sie möglicherweise durch erbliche Vorbelastung gefährdet sind.

Lipide, die toxisch wirken, beeinflussen die Zellfunktionen im Körper. Forscher konnten ein fettspaltendes Enzym identifizieren, das für den Fettabbau verantwortlich ist (ATGL, Adipose Triglyzerid Lipase). Drei Folgen durch die (In-)Aktivität von ATGL konnte man festhalten:

Je mehr von ATGL vorhanden ist, umso weniger Gefahr besteht, dass das vorhandene Fett im Fettgewebe toxische Wirkung auf andere Zellen ausübt. Ist ATGL vorhanden und verabreicht man (in dem Fall an Mäusen) Stoffe, die das Enzym hemmen, so zeigte sich ein positiver Effekt, indem Diabetes nicht ausbrach. Die Folge ist aber: Ist das Enzym nicht aktiv, breitet sich das toxische Fett an den Organen aus. Hier konnte eine massive Herzverfettung beobachtet werden.1

In einer aktuellen klinischen Studie wurde ein Versuch an älteren und adipösen Ratten mit Stoffwechselerkrankungen unternommen, bei denen mit Gelée Royale supplementiert wurde. Fett waren am meisten nachweisbar in Leber, Nieren, Herz und Skelett-Muskulatur. Man vermutet die Aktivität mancher Fettsäuren als Auslöser. Als Folgen verzeichnete man zelluläre Fehlfunktionen bis hin zum Zelltod.

Der Alterungsprozess steht messbar in Zusammenhang mit einer Erhöhung des Fettgewebes und einer Umverteilung im Körper. Die Proteine im Gelée Royale, bzw. ein spezielles (MRJP3) sowie insulinähnliche Peptide stehen bei der Untersuchung im Fokus. Das Protein soll entzündungshemmende und immunstärkende Eigenschaften haben, die Peptide den Blutzuckerspiegel senken. Der genaue Mechanismus der Entzündungshemmung ist unbekannt, die Wirkung aber bestätigt.

Diese Untersuchung baut auf der vorhandenen Forschung auf, die die gesundheitsfördernden Effekte von Gelée Royale ermittelt hat. Dazu gehören: blutdrucksenkende, cholesterinsenkende, entzündungshemmende, antioxidative, antimikrobielle Wirkung sowie die Reduktion von hohen Blutfettwerten. Ratten wurden in fünf Gruppen eingeteilt und in unterschiedlicher Gewichtung gefüttert. Sie bekamen anschließend 1 ml Gelée Royale, in destilliertem Wasser gelöst, über einen Zeitraum von acht Wochen oral verabreicht. Das Ergebnis zeigte bei der Gruppe der normal ernährten Ratten eine signifikante Verminderung der Gewichtszunahme und Zunahme von abdominalem Körperfett im Fettgewebe. Das gleiche Ergebnis zeigte sich bei den älteren Ratten mit normaler Ernährung. Bei den älteren fettleibigen Ratten ohne Gabe von Gelée Royale wurde eine Gewichtszunahme und Zunahme des abdominalen Körper-Fettgewebes festgehalten. Bei den älteren fettleibigen Ratten, die Gelée Royale erhielten, zeigte sich eine signifikante Abnahme von Körpergewicht und Fett im Fettgewebe.

Des weiteren wurde das Fett-Profil analysiert. Dabei stellte sich eine signifikante Abnahme von Cholesterol, Blutzucker und eine Veränderung der Triglyzerid-Werte bei den Ratten mit Gelée Royale Einnahme heraus.

Resümierend lässt sich sagen, dass Übergewicht ein Risikofaktor im älteren Organismus ist. Die Studie ermittelte eine Reduktion der Gewichtszunahme trotz Anhäufung von abdominalem Körperfett. Verantwortlich sind die bioaktiven Protein-Komponenten im Gelée Royale (MRJP3). Gelée Royale wurde dabei nicht in isolierte Komponenten gespalten und verabreicht, sondern in Vollständigkeit aller Inhaltsstoffe.

Hervorgehoben wird weiters die säurebindende Aktivität von Gelée Royale, die Senkung von Blutzucker durch insulinähnliche Peptide und eine potenziell positive Wirkung auf den Lipoprotein-Stoffwechsel beim Menschen.

Der Alterungsprozess des Menschen steht nachweislich in Zusammenhang mit einem erhöhten Körperfett-Anteil und einer gesteigerten Entzündungsbereitschaft aufgrund der Lipotoxizität, was Auslöser für Folge-Erkrankungen sein kann. Wie eingangs festgestellt, wurde ein entzündungshemmender Effekt beobachtet, der genaue Mechanismus ist noch zu untersuchen. Gelée Royale wird als Nahrungsergänzungsmittel aufgrund seiner antioxidativen Wirkung geschätzt, Freie Radikale unschädlich zu machen. Gelée Royale als alternativer Lipidsenker wird vorgeschlagen, weil Forscher eine größere Akzeptanz als bei dauerhaften Medikamenten in der breiten Öffentlichkeit vermuten und eine dietätische Maßnahme relativ einfach durchzuführen wäre.5, 9

Die cholesterinsenkende Wirkung in Abhängigkeit vom Alter wurde in einer anderen Studie untersucht. Patienten mit Hypercholesterinämie erhielten täglich 10 Gramm Gelée Royale über zwei Wochen. Vor der Studie und am Ende wurden Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin und Triglyzeride gemessen. Ein möglicher Einfluss psychologischer Variablen wurde durch Fragebogen geprüft. Ältere Probanden zeigten einen signifikanten Anstieg des HDL-Cholesterins (p = 0,001). Bei LDL-Cholesterin konnte keine Verbesserung festgestellt werden. Gelée Royale beeinflusst demnach nicht bei allen Probanden die Blutfettwerte, bei jungen Studienteilnehmern konnte keine Veränderung beobachtet werden. Hypercholesterinämie wurde nur bei einer Gruppe durch die Einnahme von Gelée Royale verbessert. Unverträglichkeiten oder Nebenwirkungen gab es keine.

Auch hier hielt man fest: Als Nahrungsergänzungsmittel würde Gelée Royale eine alternative Quelle für die Senkung der Blutfettwerte bei Risikopatienten mit Störungen des Fettstoffwechsels darstellen. Die Bereitschaft zur arzneimittelgestützten Dauermedikation sei nicht sehr groß. Folge-Erkrankungen könnten dadurch vermindert werden (Herz-Kreislauf, Schlaganfall).2

Anwendungsgebiete von Gelée Royale

Die Anwendungsgebiete ergeben sich aus den klinischen Studien und beschreiben mögliche positive Wirkungen. Sie stellen keine Heilversprechen dar. Es muss berücksichtigt werden, dass die Studien Anwendungsbeispiele enthalten, oftmals in Tierversuchen getestet wurden und für den unterstützenden Einsatz von Gelée Royale (in oraler Einnahme sowie als Hautsalbe) gedacht sind. Mehr Studien am Menschen sind sinnvoll, um die bisherigen Ergebnisse zu festigen.

Da Gelée Royale als Nahrungsergänzungsmittel klassifiziert ist und nicht als Arzneimittel, entsprechen die Anwendungsgebiete nicht dem klassischen Behandlungsbild von Krankheiten. Die angeführten Beschwerden und Symptome können durch die Einnahme, bzw. das Auftragen von Gelée Royale möglicherweise gelindert werden. Die wirksamsten Ergebnisse haben sich gezeigt bei:

  • Entzündungen
  • Wundheilung
  • Hautverletzungen
  • Verminderte Leistungsfähigkeit
  • Durchblutungsstörungen
  • Frühzeitiger Alterung (Anti-Aging)
  • Neurodegenerativen Erkrankungen
  • Übergewicht
  • Störungen im Fettstoffwechsel
  • Bluthochdruck
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen bedingt durch Bluthochdruck
  • Immunschwäche
  • Mangelnde Fruchtbarkeit
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS) und Wechseljahre (Menopause)
  • Sensibilisierung bei bestehenden Allergien

Gelée Royale in Kosmsetikprodukten und Pharmazie

Haut: Gelée Royale zeigt in zahlreichen Studien einen antioxidativen und entzündungshemmenden Effekt. Für den pharmazeutischen Gebrauch bedeutet das, dass das Bienenprodukt in Salben zur Wundheilung wirksam eingesetzt werden kann. Im Bienenstock schützen die Inhaltsstoffe die Larven vor bakteriellem Befall. Von dieser Funktion profitiert der Mensch. Die Neubildung von Hautzellen und Kollagen werden angeregt, Entzündungsherde reduziert und der Zeitraum der Wundheilung beschleunigt.

Anti-Aging: Durch seine Fähigkeit, Freie Radikale zu neutralisieren, ist Gelée Royale als Komponente in Anti-Aging-Cremes von Bedeutung. Freie Radikale aus der UV-Strahlung und aus Umweltgiften lassen unsere Haut vorzeitig altern, indem sie Zellen schädigen. Das macht sich bemerkbar durch eine dünne, trockene Haut mit vermehrter Faltenbildung. Inhaltsstoffe im Gelée Royale können bei regelmäßiger Anwendung das Ausmaß der Zellschädigung reduzieren und frühzeitiger Hautalterung entgegenwirken. Zusätzlich antioxidativ wirkt Gelée Royale durch die Vitamine A und E.

Gelée Royale kaufen – Was sollte beachtet werden?
Auf den ersten Blick sind organische von synthetischen Produkten nicht immer erkennbar. Ein Blick auf die Plakette oder Zusammensetzung gibt Auskunft, ob es sich um originales, natürliches Gelée Royale handelt. Wer trotzdem nicht sicher ist, erkennt bei Ampullen oder frischem Saft mit „reinem“ Gelée Royale ohne Zusatzstoffe am Geschmack, ob das Produkt natürlichen Ursprungs ist. Der stechende (bitter, säuerlich) Geschmack ist so markant, dass das Produkt dadurch entlarvt wird.

Der Preis ist ein weiteres Kriterium dafür, ob ein Produkt künstlich oder natürlich hergestellt ist. Sehr günstige Produkte sind verdächtig und ein zweiter Blick lohnt sich. Wer kann, greift zu Erzeugnissen aus der EU. Durch die strengen Richtlinien wird die Reinheit und Qualität des Gelée Royale gewährleistet. Aber: Der Bienen-Rohstoff ist selten und der europäische Markt kann den Bedarf kaum decken. Daher können auch importierte Produkte gut sein, die durch Qualitätskontrollen beim Import laufen. Hersteller und Importeure sollten dazu genaue Angaben machen auf dem Produkt oder in der Packungsbeilage.

Was muss man bei den verschiedenen Gelée Royale besonders beachten?

Gelée Royale Produkte.
Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Gelée Royale Produkten auf dem Markt.

Pur/ Frisch: Die reinste Form von Gelée Royale erhält man frisch abgefüllt ohne Zusatzstoffe und ohne Verdünnung. Direkt beim Imker sind die frischen Produkte erhältlich und man kann sich vor Ort gleich von der Qualität der Imkerei persönlich überzeugen. Beim puren Gelée Royale unbedingt die Dosierungs-Empfehlung beachten. Das Produkt kann bei empfindlichen Menschen Übelkeit und Magenbeschwerden auslösen. Die Haltbarkeit von frischem Gelée Royale ist begrenzt. Im Kühlschrank gelagert ist es nach spätestens 8 Wochen zu entsorgen. Alternativ kann es tiefgekühlt werden.

Pulver: Das Pulver selbst ist nicht zum Verzehr bestimmt, sondern als Basis für die Weiterverarbeitung. Mit Gelée Royale Pulver lassen sich Salben und Cremes herstellen. Auch hier unbedingt auf gute Qualität und den natürlichen Ursprung achten.

Gelée Royale Trinkampullen
Gelée Royale Trinkampullen.

Trinkampullen: Bei Trinkampullen ist die Natürlichkeit ausschlaggebend. Ein synthetisches Erzeugnis kommt nie an alle positiven Eigenschaften von natürlichem Gelée Royale heran. Ampullen sind für die einmalige Anwendung abgefüllt und für eine kurmäßige Einnahme gedacht. Ampullen sind praktisch, da sie hygienisch sind, für die einmalige Einnahme und anschließend entsorgt werden können. Das Gelée Royale in der Ampulle kann alternativ in Getränke (nicht in Milch!) eingerührt werden, um den Geschmack zu verändern, bzw. erträglicher zu machen. Oft enthalten Trinkampullen schon eine Anreicherung mit Fruchtsäften oder wertvollen Ölen. Ampullen für einen spezifischen Anwendungsbereich (Anti-Aging) enthalten zusätzliche Stoffe, die den Anti-Aging-Prozess unterstützen.

Gelée Royale Kapseln
Gelée Royale Kapseln.

Kapseln/ Kombinationsprodukte: Die sicherlich praktischste Form, Gelée Royale einzunehmen, bieten Kapseln. Im Handel ist Gelée Royale in Kapseln als gefriergetrocknetes Erzeugnis (Lyophilisat) erhältlich. Durch den Vorgang, den Futtersaft in Kapseln zu verarbeiten, nehmen die Inhaltsstoffe keinen Schaden. Häufig findet man Gelée Royale in Kapseln kombiniert mit Propolis oder Blütenpollen. Viele Eigenschaften vom Propolis verstärken die Effekte von Gelée Royale (antibakteriell, entzündungshemmend, antibiotisch). In Kapselform lassen sich gut weitere Stoffe zusetzen (Vitamine, Öle).

Wer mit einer Unverträglichkeit auf Gelatine reagiert, sollte auf pflanzliche Kapselhüllen achten. Es gibt etliche Hersteller, die Gelée Royale Kapseln mit pflanzlicher Hülle anbieten, um bei Unverträglichkeit oder für Vegetarier die Produkte zugänglich zu machen.

Salben: Salben dienen der Wundheilung, aber auch der Pflege trockener Haut. Weitere Inhaltsstoffe in reichhaltigen Salben machen die Haut geschmeidig und haben rückfettende und hautregenerierende Wirkung. Hersteller bieten Salben mit Gelée Royale für verschiedene Zwecke an. Beliebte Zusätze sind Sheabutter, pflanzliche Öle, Honig und Propolis.

Cremes: Für Anti-Aging-Cremes scheint Gelée Royale ein optimaler Inhaltsstoff zu sein. Durch die Anregung der Kollagenbildung und den antioxidativen Eigenschaften ist Gelée Royale ein kostbarer Stoff zur Vorbeugung frühzeitiger Hautalterung. Für die Verarbeitung in Cremes liegt Gelée Royale meist in pulverisierter Form vor. Je nach Hauttyp sind Gelée Royale Cremes entweder mit mehr Wassergehalt oder mit mehr rückfettenden Stoffen ausgestattet. Die hauttypgerechte Pflege ist wichtig, um Unreinheiten bei zu reichhaltigen Cremes oder eine Unterversorgung trockener Haut mit Fetten bei zu dünnen Cremes auszuschließen.

Gelée Royale Produkte selber machen

Für die Herstellung einer Salbe mit Gelée Royale werden folgende Zutaten benötigt:

  • 3 g Gelée Royale, frisch, pur oder als Pulver
  • 7 g Bienenwachs, am besten Pastillen
  • 100 ml pflanzliches Öl nach Wahl

Zubereitung: Das Bienenwachs im Wasserbad schmelzen und in flüssiger Form zum Erkalten in ein kaltes Wasserbad stellen. Das Gelée Royale unter Rühren hinzufügen. Wenn die Konsistenz etwas dicker und geliger ist, kann das Gemisch in einen Tiegel gefüllt werden. Durch die Zugabe eines Konservierungsmittels lässt sich die Haltbarkeit gut verlängern. Wem natürliche Inhaltsstoffe zur Konservierung wichtig ist, kann Vitamin-E-Tropfen hinzugeben. Vitamin E (Tocopherol) ist ein solcher natürlicher Konservierer, der auch in der Naturkosmetik gerne verwendet wird.

Preis – Was kostet Gelée Royale?

Mehrmals wurde der hohe Preis von Gelée Royale angesprochen. Was bedeutet das konkret in Zahlen? Der durchschnittliche Kilopreis liegt bei 100 Euro oder deutlich darüber.

Die richtige Einnahme von Gelée Royale

Für die Einnahme kann pauschal keine Empfehlung abgegeben werden, weil die Einnahme stark von der Art des Produkts abhängt. In jedem Fall sind die Dosierungsangaben auf der Packung einzuhalten. Kauft man ein Produkt direkt beim Imker, kann er kompetente Informationen geben.

Ein Hinweis, der trotzdem hilfreich sein kann: Bei oraler Einnahme von frischem Gelée Royale oder von Ampullen hat sich die stärkste Wirkung ergeben, wenn eine Absorption über die Schleimhäute stattfindet. Idealerweise tropft man den Bienenfuttersaft unter die Zunge und lässt ihn langsam vom Organismus aufnehmen. Für Menschen, die den Geschmack abstoßend finden, ein schwieriges Unterfangen.

Der optimale Zeitpunkt zur Einnahme ist morgens auf nüchternen Magen. Allerdings kann bei empfindlichen Menschen oder bei Einnahme von mehr als die angegebene Dosierung Übelkeit auftreten. Eine Lösung: mit einer kleineren Menge als angegeben beginnen und die Dosis allmählich steigern.

Die Anwendung als Kur, das heißt zeitlich begrenzt, wird empfohlen. Zur Dauereinnahme liegen noch nicht ausreichend Studien vor. Man vermutet, dass die antibakterielle Wirkung in Gelée Royale möglicherweise bei dauerhafter Einnahme auch die „guten“ Bakterien (Darm) reduziert. Um das zu verhindern hat man den kurmäßigen Zeitraum meist mit einem Monat Dauer festgelegt und mit etwa dreimal pro Jahr.

Wer sich für die detaillierten Angaben und Empfehlungen interessiert, kann sich an Apitherapeuten wenden. Sie beschäftigen sich intensiv mit der Wirkung und Anwendung von Bienenprodukten.

Aufbewahrung von Gelée Royale

Frisches und pures Gelée Royale sowie Ampullen sind empfindlicher als Kapseln und Cremes. Frisches Gelée Royale ist nicht konserviert und hält maximal 8 Wochen im Kühlschrank. Eine Tiefkühlung ist möglich. Die Lagerung an einem kühlen und dunklen Ort ist bei allen Produkten empfohlen, um die Inhaltsstoffe bestmöglich zu schützen.

Risiken und Nebenwirkungen von Gelée Royale

Gelée Royale kann – wie alle Bienenprodukte – bei Überempfindlichkeit oder einer Allergie entsprechend Symptome auslösen. Interessanterweise stellt Gelée Royale selbst ein Anti-Allergikum dar, mit dem eine vorsichtige Desensibilisierung versucht werden kann. In Anwesenheit eines Arztes kann ein anaphylaktischer Schock oder allzu heftige Reaktionen vermieden werden.

Reaktionen von Überempfindlichkeit können sich wie folgt äußern:

  • Allergische Reaktion der Haut (Rötung, Ausschlag, Juckreiz)
  • Schwellungen, Asthma-Anfälle
  • Verschlimmerung bei bestehendem Asthma
  • Übelkeit
  • Erbrechen, Durchfall
  • Kopfschmerzen
  • Blutdruckabfall
  • Herzrasen
  • Magenkrämpfe, Verdauungsprobleme

Bei vorhandenem Asthma muss von einer Einnahme sicherheitshalber abgeraten werden. Gleichermaßen bei einer Honig- oder Bienengift-Allergie. Da für die Einnahme in der Schwangerschaft und beim Stillen nicht genügend klinische Ergebnisse vorliegen, ist hier ebenfalls von einer Einnahme aus Sicherheitsgründen abzuraten. Kinder sind grundsätzlich nicht davon ausgeschlossen, Gelée Royale einzunehmen. Es empfiehlt sich jedoch aufgrund der möglichen allergenen Wirkung von Gelée Royale zuvor den Arzt zu konsultieren. Bei Kindern ist maximal die Hälfte der angegebenen Dosis angebracht, oder weniger.

Gelée Royale – Fazit

Gelée Royale, insbesondere die enthaltenen Proteine und Peptide, kann ein Produkt mit gesundheitsfördernden Eigenschaften darstellen. Aus Erfahrungsberichten und klinischen Studien an Tier und teilweise am Menschen setzt sich das mögliche Anwendungsspektrum zusammen. Allen voran steht die entzündungshemmende und zellerneuernde Wirkung bei der Wundheilung. Als Anti-Aging-Produkt ist Gelée Royale eingenommen oder als Creme ein probates Mittel, um vorzeitiger Hautalterung vorzubeugen. Die antioxidativen Inhaltsstoffe sorgen für die Neutralisierung von Freien Radikalen aus der UV-Strahlung und aus umweltbedingten Giftstoffen in der Luft. Durch seine hormonausgleichende Wirkung konnte ein Einfluss auf die Fruchtbarkeit verzeichnet werden. Eine umfassendere Prüfung ist allerdings notwendig. Aufgrund der aufwändigen Gewinnung und den Eingriff in die Dynamik und das Verhalten in der Bienenpopulation ist Gelée Royale ein seltener Rohstoff. Dementsprechend hoch sind die Preise. Einige Imker im europäischen Raum haben sich auf die nachhaltige Ernte von Gelée Royale spezialisiert.

Quellenverzeichnis
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