Lindenhonig – Süßer und würziger Honig

Lindenhonig

Der Lindenhonig zählt zu den gefragtesten Honigspezialitäten und zeichnet sich durch seinen individuellen Geschmack und weitere Eigenschaften aus, die Kenner zu schätzen wissen – auf dem Frühstücksbrot ebenso wie in der Teetasse. Grund dafür ist seine besondere Herkunft.

Herkunft des Lindenhonigs

Lindenbaum

Linden (Tilia platyphyllos und Tilia cordata) erfreuen vielerorts Stadt- und Landbewohner mit ihrem süßen, aromatischen Duft – wenig überraschend findet sich ebendieser auch im zugehörigen Honig wieder. Er besteht sowohl aus dem Nektar der Lindenblüten als auch aus Honigtau. Honigtau entsteht als stark zuckerhaltige Ausscheidung von Blattläusen und wird gerne von Bienen genutzt. Der süße Saft enthält unterschiedliche Zucker, in geringerem Maße auch Vitamine, Enzyme, Mineralien, Aminosäuren und Spurenelemente. Die weißen und gelben Stände des beliebten Kulturbaums sind zwischen Juni und August sichtbar, ihr Duft ist besonders in den Abendstunden intensiv.1, 2, 8

Auch Hobbyimker können versuchen selbst einen Lindenhonig herzustellen. Um allerdings einen signifikanten Anteil an dieser Tracht zu erzielen, ist es notwendig, eine große Zahl Linden mit unterschiedlichen Blühzeiten in direkter Umgebung zum Bienenkorb zu wissen.5

Aussehen, Konsistenz und besondere Inhaltsstoffe des Lindenhonigs

Lindenhonig

Wie bei jedem Naturprodukt ist der Geschmack von Lindenhonig von Jahr zu Jahr ein wenig unterschiedlich. Er wird als sehr süß, gleichzeitig aber würzig und mit blumiger Note beschrieben. Je stärker der Honigtauanteil ist, desto ausgeprägter ist das würzige Aroma. Auch die Farbe hängt davon ab, denn der Honigtau sorgt für einen deutlich dunkleren Farbton als beim Lindenblütenhonig, normalerweise zwischen Sattgelb und Bernstein.4, 8

Lindenhonig wirkt, wie alle Honige, leicht antibakteriell sowie entzündungshemmend, und wird gerne in Tee oder warmer Milch eingesetzt, um die Symptome von Erkältungen zu lindern und das Einschlafen zu erleichtern. Die antibakterielle Wirkung ist auf die Freisetzung von Wasserstoffperoxid zurückzuführen. In einer Studie zeigte sich Lindenhonig allerdings gegenüber einigen anderen Honigsorten leicht überlegen, was ihn bei Erkältungen besonders nützlich macht. Wichtig ist jedoch, ihn nicht über 40° C zu erhitzen, da seine Inhaltsstoffe darunter leiden können.5, 6, 7

Quellenverzeichnis
1. Verena Schmidt, Tropfende Linden: Was steckt dahinter?, Mein schöner Garten, Gartenpraxis, abgerufen 23.10.2019
https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/tropfende-linden-nektar-oder-honigtau-30381
2. Ingrid Illies, Linden als Bienenweide, Bayerische Landesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, abgerufen 23.10.2019
https://www.lwf.bayern.de/biodiversitaet/biologische-vielfalt/142778/index.ph
4. Linden- und Lindenblütenhonig, Die Honigmacher, Fachkunde, abgerufen 23.10.2019
https://www.die-honigmacher.de/kurs3/seite_22206.html
5. Lindenhonig und Lindenblütenhonig (2019), Bienengold
https://www.bienengold.net/lindenhonig
6. Beate Kierey (2017), Wundbehandlung mit Honig in der ambulanten Pflege, Swiss Journal of Integrative Medicine, S. 217-219
https://www.karger.com/Article/PDF/478838
7. Angela Speth (2008), Honig – mehr als nur Süßkram, sondern wirksames Bakterizid, Ärzte Zeitung Online
https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/atemwegskrankheiten/article/514406/honig-nur-suesskram-sondern-wirksames-bakterizid.html
8. Lindenhonig, Near Bees, abgerufen 23.10.2019
https://nearbees.de/lindenhonig
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