Heidehonig – Der leckere und würzige Honig

Heidehonig

Für Honigliebhaber stehen viele verschiedene Sorten zur Auswahl, die ihre eigenen Vorzüge und Geschmacksnoten haben. Zu ihnen zählt auch der beliebte Heidehonig, der einige Besonderheiten sein Eigen nennt. In diesem Artikel erfahren Sie von einer Biologin alles Wissenswerte über den leckeren Heidehonig.

Herkunft des Heidehonigs

Die Calluna vulgaris
Die Besenheide (Calluna vulgaris) auch Sommerheide genannt ist die hauptsächliche Trachtpflanze von Heidehonig.

Die hauptsächliche Trachtpflanze von Heidehonig ist die Besenheide (Calluna vulgaris). Sie stellt einen großen Teil der als Heide bezeichneten Landschaft dar und zeichnet sich durch ihre kleinen, violetten Blüten aus, die sich erst im Frühherbst öffnen. In Deutschland finden sich viele Heidegebiete, beispielsweise die Westruper oder Lüneburger Heide. Als Beitrachten kommen weitere Pflanzen dieser Landschaftsart vor, die auch Geschmack, Konsistenz und Farbe des fertigen Honigs beeinflussen können. Hauptsächlich handelt es sich um andere Erica-Arten wie die Glockenheide.1, 5

Konsistenz und besondere Inhaltsstoffe des Heidehonigs

Heidehonig Farbe
Charakteristisch für Heidehonig ist seine rötlich-braune Farbe und die an Gelee erinnernde Konsistenz.

Der Heidehonig hat zumeist eine rötlich-braune Farbe und kristallisiert nur langsam. Stattdessen verfügt er aufgrund seiner Inhaltsstoffe über eine an Gelee erinnernde Konsistenz, die je nach genauer Sorte und Herkunft eine mehr oder weniger körnige Beschaffenheit aufweist. Die Verarbeitung ist dadurch etwas schwieriger als bei anderen Honigarten und verlangt einen besonderen Umgang beim Schleudern. Hier ist eine höhere Temperatur und eine Vorbehandlung, das „Stippen“ der Honigzellen mit Metallstiften, erforderlich. Traditionell wurde der Honig in der Heideimkerei allerdings gepresst. Sein Geschmack wird als leicht herb, würzig und komplex beschrieben.2, 3

Die Zusammensetzung von Heidehonig unterscheidet sich leicht von der anderer Honigsorten. Er enthält einen höheren Wasseranteil von bis zu 23 Prozent. Auch der Anteil an Fructose (Fruchtzucker) im Vergleich zu Glucose ist relativ hoch, weshalb er etwas süßer wirken kann. Außerdem sind einige spezielle, langkettige Zucker mit Stickstoffverbindungen, sogenannte Mukopolysaccharide, enthalten. Nicht zuletzt ist der Anteil an Eiweißen höher – welche, ist von der genauen Ernte abhängig.

Wie jeder Honig enthält auch Heidehonig antibakterielle Wirkstoffe, allen voran das Wasserstoffperoxid. Ob seine besonderen Inhaltsstoffe weitere gesundheitliche Vorteile mit sich bringen, konnte noch nicht abschließend geklärt werden.3, 4, 5

Quellenverzeichnis
1. Heide-Honig – die Lüneburger Heide Spezialität
https://www.lueneburger-heide.de/natur/artikel/964/heide-honig-html
2. Helmut Horn et al. (2006), Das große Honigbuch: Entstehung, Gewinnung, Gesundheit und Vermarktung, 3. Auflage, Franckh-Kosmos, ISBN 978-3-440-10838-3
3. Deutscher Heidehonig/Lüneburger Heide, abgerufen 04.08.2019
https://www.meinhonig.de/honige/deutscher-heidehonig/
4. Lexikon der Ernährung: Süßkraft, Spektrum, abgerufen 04.08.2019
https://www.spektrum.de/lexikon/ernaehrung/suesskraft/8455
5. Sortenhonig – Heidehonig, abgerufen 04.08.2019
https://www.die-honigmacher.de/kurs3/seite_22202.html
Bildrechte

Die Bilder & Videos wurden selber produziert, außer folgende Inhalte:

ViktoriaIvanets/Shutterstock.com

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here