Was essen Bienen?

Was essen Bienen
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Bienen essen Honig? Das ist eher die Ausnahme. Was wir beim Frühstück und beim Backen so schätzen, dient den Tieren als Wintervorrat. Die meiste Zeit des Jahres ernähren sie sich von Nektar und Pollen, den sie mit einem Trick haltbar machen. Was Besonderes ist das Gelée Royale für Larven und Königin. In diesem Artikel erfahren Sie von Dr. Harald Stephan, was bei den emsigen Tieren auf der Speisekarte steht.

Erst einmal gibt’s Kraftfutter!

Als Babynahrung bekommen alle Larven nach dem Schlüpfen Gelée Royale, egal ob Arbeiterin, Drohne oder Königin. Ammenbienen stellen das Sekret in speziellen Futterdrüsen her. Für das gemeine Volk ist die Sonderzulage auf drei Tage beschränkt – nur Königinnenlarven bekommen Gelée Royale für den Rest ihres Lebens. Alle anderen erhalten Pollen, Bienenbrot und etwas Honig – eine nahrhafte Mischung aus Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen, die alles für ihre Entwicklung enthält.

Hauptnahrungsmittel Pollen und Perga

Die frisch geschlüpften Arbeiterinnen übernehmen nach und nach verschiedene Aufgaben: Sie putzen, bauen und bewachen den Eingang, bevor sie auf die Reise gehen. Als Grundnahrungsmittel dient ihnen Bienenbrot oder Perga, das sie aus frisch geliefertem Pollen herstellen. Zur Haltbarmachung trocknen und fermentieren sie den Blütenstaub, sodass er vor Bakterien und Pilzen geschützt ist.

Es darf genascht werden

Nebenher gibt es frischen Nektar in allen Verarbeitungsstufen zum Honig. Die Stockbienen nehmen den Blütensaft von den Sammelbienen entgegen. Wiederholtes Auspressen und Aufsaugen lässt die meiste Feuchtigkeit verdunsten. Wenn frau schon gerade mit Leckereien beschäftigt ist, nascht sie natürlich auch davon. Genau wie die Perga ist der fertige, wasserarme Honig lange haltbar.

Sammelbienen: Frisches von der Bienenweide

Biene sammelt Pollen

Sind die Flugbienen unterwegs, sammeln sie fleißig Pollen und Nektar. Natürlich bedienen sie sich auch hier an dem, was ihnen gerade vor den Rüssel kommt. Der Rest wandert in die Honigblase und die beiden Pollenhöschen an den Hinterbeinen und wird zum Bienenstock verfrachtet.

Im Winter geht’s ans Eingemachte

In der kalten Jahreszeit ist die Stunde des Honigs gekommen: Er bietet schnell verfügbare Energie in Form von Fructose und Glucose und wird als Heizöl genutzt: Ohne mit den Flügeln zu schlagen lassen die Bienen ihre Muskeln vibrieren und erzeugen dabei jede Menge Wärme. Die hält die Bienentraube warm, selbst wenn es draußen friert und schneit.

Quellenverzeichnis
Jutta Gay, Inga Menkhoff: Das große Buch der Bienen. Köln 2012: Fackelträger-Verlag. ISBN 978-3-7716-4495-6.
Jürgen Tautz: Phänomen Honigbiene. Heidelberg 2007: Spektrum Akademischer Verlag. ISBN-10: 3827418453.
Karl Weiß: Bienen und Bienenvölker. München 1997: Beck-Verlag. ISBN 3-406-41867-8.
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